Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

von / Samstag, 18 März 2017 / Veröffentlicht inAllgemein

Als Schwerpunktpraxis für Patienten mit Rückenschmerzen und/oder Nackenschmerzen bilden sich unsere Therapeuten stetig auf diesen Gebieten fort. Ein allgemein etwas unbekannterer, sehr effektiver Behandlungsansatz im Rahmen der Manuellen Therapie ist die Behandlung der Craniomandibulären Dysfunktion.

Bei der Craniomandibülären Dysfunktion, die auch als CMD bezeichnet wird, handelt es sich um eine Fehlstellung des Kiefergelenks. Sie kann zu zahlreichen unangenehmen Symptomen, wie beispielsweise Tinnitus oder Kopfschmerzen, führen. Experten gehen davon aus, dass zwischen fünf und zehn Prozent der Deutschen an CMD leiden.

Ausgelöst werden die Probleme durch Reizungen im Kiefergelenk, die z.B. in einem stressbedingen Zähneknirschen begründet liegen. Sogar die Kiefergelenksarthrose ist eine mögliche, sehr schmerzhafte Folge. Viele Betroffene leiden jedoch in erster Linie unter Kopfschmerzen oder Verspannungen in der Wirbelsäule sowie im Nackenbereich, deren Ursachen sie sich nicht erklären können.

Welche Symptome treten bei der CMD auf?

–        Kopfschmerzen bis hin zu Migräne

–        Schmerzen beim Kauen

–        Schulter- und Nackenverspannungen

–        Schwindel

–        Einschränkungen des Sehvermögens

–        Knacken im Kiefergelenk

–        Zähneknirschen

–        Tinnitus

–        Rückenschmerzen

–        Beschwerden beim Schlucken

–        Schmerzen, die z.B. in den Mund, in den Nacken, in den Rücken oder in den Kopf ausstrahlen

–        Einschränkungen beim Öffnen des Mundes

–        Lockere Zähne und extreme Zahnabnutzung

–        Zähne, die „wandern“

–        Atemstörungen in der Nacht

–        Knieschmerzen

–        Schmerzen in der Hüfte

–        Schnarchen

Diese Therapiemethoden wirken der CMD entgegen:

Um der Craniomandibulären Dysfunktion entgegenzuwirken, helfen spezielle Techniken aus der Physiotherapie. Um zu ermitteln, welche Therapiemaßnahmen möglich und notwendig sind, muss zunächst eine exakte Diagnose durch den behandelnden Zahnarzt erfolgen. Darauf basierend werden in Zusammenarbeit mit dem Logopäden sowie dem Physiotherapeuten individuelle Behandlungsmöglichkeiten festgelegt und entsprechend umgesetzt. Durch gezielte Übungen ist es beispielsweise möglich, die Symptome deutlich zu lindern, da die Kaumuskulatur gestärkt werden kann. Auf diese Weise wird das Kiefergelenk entlastet. Die Therapie bezieht in der Regel auch Übungen ein, durch die der Patient das Öffnen des Mundes wieder besser koordinieren kann. Hierdurch werden verschiedene unangenehme Symptome deutlich gelindert.

Warum ist eine Differenzialdiagnose notwendig?

Schmerzen im Bereich des Kopfes können zahlreiche Ursachen haben. Deshalb muss in erster Linie durch die Differenzialdiagnose ausgeschlossen werden, dass es sich um eine andere ernstzunehmende Krankheit handeln könnte. Patienten, die jedoch das Gefühl haben, dass mit dem Biss etwas nicht stimmt oder die Probleme beim Öffnen und Schließen des Mundes haben, leiden meist an der CMD. Auch eine eingeschränkte Beweglichkeit im Unterkiefergelenk ist ein Indiz für diese Erkrankung. Dennoch ist es Sache der Ärzte, andere mögliche Krankheiten im Vorfeld auszuschließen. Hierzu gehören beispielsweise:

–        Tumorerkrankungen

–        Sinusitis (chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen)

–        Psychosomatische Erkrankungen

–        Neurologische Erkrankungen, wie beispielsweise Multiple Sklerose

–        Frakturen im Bereich des Kopfes

–        Clusterkopfschmerzen oder Migräne

Sie leiden unter den oben aufgeführten Symptomen? Dann rufen Sie uns gerne an: 0221-9201930. Gemeinsam mit spezialisierten Ärzten stehen die Chancen gut, Ihnen helfen zu können.

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