Rückenschmerzen Köln

von / Samstag, 19 November 2016 / Veröffentlicht inAllgemein

Als Schwerpunktpraxis für Patienten mit Rückenschmerzen und Nackenschmerzen in Köln möchten wir in diesem Blogbeitrag ein wenig Aufklärung zum Thema Schmerz im Allgemeinen betreiben. Der in der Medizin gültige Ansatz ist nämlich schon bei weitem differenzierter, als allgemeinhin angenommen wird.

Noch immer ist in den meisten Köpfen ein veraltetes und vereinfachtes Bild von Schmerzen geprägt: Demnach gehen Schmerzen immer mit einer Gewebsschädigung einher und die Schmerzintensität ist immer entsprechend der Größe der Gewebsschädigung.

Hierfür ein einfaches Beispiel: Sie schneiden sich beim Kochen mit dem Messer in den Finger. Sie werden Schmerzen haben, die dem Schnitt entsprechen. Der Körper macht Sie durch Schmerz auf die Gefahr für den Körper aufmerksam und fordert Sie damit auf, sich dem Problem anzunehmen. In diesem Falle die Wunde zu säubern, zu verbinden und zu schonen. Die Wunde wird verheilen und der Schmerz wird nachlassen und schließlich gänzlich verschwinden.

Dieses Modell ist nach wie vor gültig, trifft aber nur auf aktuelle, sogenannte akute Schmerzen zu. Das Schmerzmodell ist aber schon vor längerer Zeit erweitert worden, da Schmerzen häufig auch dann noch bestehen, wenn die Verletzung bereits lange verheilt ist!

Nehmen wir als extremes Beispiel einmal die Schmerzen nach einer Beinamputation. Hier können Schmerzen in dem Bein überdauern, obwohl das Bein schon seit langer Zeit amputiert und die Operationswunde sauber verheilt ist: die sogenannten Phantomschmerzen.

Wieviel Schmerz man spürt, ist also eben nicht unbedingt vom Schweregrad der entstandenen Verletzung abhängig! (Gerade dieser Umstand ist für die Therapie von Rückenschmerzen und Nackenschmerzen von elementarer Bedeutung – wir kommen in einem weiteren Blog darauf zurück).

Es muss hier also weitere Einflussfaktoren für die Entstehung von Schmerzen geben.

Heutzutage werden Schmerzen – und so auch Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen – in 3 Stadien eingeteilt:

  1. Akute Schmerzen
  2. Subakute Schmerzen
  3. Chronische Schmerzen

Nun gibt es verschieden Definitionen zu diesen Stadien. Eine sehr geläufige und einfache Einteilung erfolgt über die Dauer der Beschwerden: So halten akute Schmerzen bis zu 4 Wochen an, subakute Schmerzen bis zu 12 Wochen und alles darüber hinaus wird als chronischer Schmerz bezeichnet.

Bevor wir auf die Faktoren eingehen, welche zu chronischen Schmerzen führen können, sei erwähnt, dass die Therapie von Rückenschmerzen und Nackenschmerzen immer schwieriger wird, je länger die Schmerzen bestehen.

Deshalb ist mit allen Mitteln zu vermeiden, dass aus einem akuten Schmerz ein chronischer Schmerz wird!

Da Schmerzen von Patienten aber leider häufig „verschleppt“ werden, kommen chronische Schmerzen noch immer häufig vor. Als Schwerpunktpraxis für Patienten mit Rückenschmerzen und Nackenschmerzen sind wir vom Rückenzentrum Köln auf die Behandlung von chronischen Schmerzen spezialisiert.

Die Einflussfaktoren bei der Entstehung von chronischen Schmerzen werden heutzutage anhand eines Bio-Psycho-Sozialen Modells beschrieben. Erst wer die entscheidenden Faktoren kennt und bei seinen eigenen Schmerzen berücksichtigt, wird es schaffen, chronische Schmerzen zu verhindern oder zu bekämpfen.

In unserem nächsten Blog werden wir genau diese Einflussfaktoren näher betrachten und empfohlene Therapiemaßnahmen daraus ableiten.

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